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Growth oder Value? Welche Faktoren die neue Runde des ewigen Duells entscheiden könnten

Growth oder Value? Welche Faktoren die neue Runde des ewigen Duells entscheiden könnten

Growth oder Value? Welche Faktoren die neue Runde des ewigen Duells entscheiden könnten

PEH Wertpapier AG

Growth oder Value? Welche Faktoren die neue Runde des ewigen Duells entscheiden könnten

Hinter dem Aktienmarkt liegt eine absolute Growth-Dekade – Wachstumswerte schlugen die Value-Konkurrenten meist deutlich. Nun fängt der Kapitalmarkt aber an zu rumoren. Geht die Auseinandersetzung zwischen Value und Growth in eine andere Richtung? Was jetzt wichtig wird.

Wer derzeit täglich die Entwicklung seines Aktiendepots verfolgt, dürfte hin und her gerissen sein von den jüngsten Entwicklungen. Denn an den Märkten ringen Value und Growth miteinander. Das war in den vergangenen Jahren nicht immer so. Die gerade von institutionellen Investoren fast ausschließlich als Benchmark benutzten Russell-Indizes machen beispielsweise in ihren Value- und Growth-Ausprägungen klar, wie groß der Abstand zwischen den beiden Investmentstilen ist. Während die von Warren Buffett so innig geliebten Value-Werte im Russell 1000 Value eine annualisierte 10-Jahres-Rendite von rund 10,65 Prozent erreichten, machte im gleichen Zeitraum das Äquivalent namens Russell 1000 Growth jährlich einen durchschnittlichen Satz von etwa 16 Prozent nach vorne. Auch die MSCI-Indizes zeigen die deutliche Outperformance der Growth-Werte.

In den vergangenen Wochen und Monaten wendete sich das Blatt aber – plötzlich traten die klassischen Value-Branchen hervor. Banken, Energiekonzerne, Konsumgüter und Industriewerte waren plötzlich wieder gefragt. Gleichzeitig wiesen einige Finanzdienstleister auf die sinkende Korrelation zwischen Aktien hin, was heißt, dass deren Entwicklungen inzwischen deutlich voneinander abweichen. Gleichzeitig driften die Streuungen und damit die Unterschiede zwischen den Maximal- und Minimalrenditen einzelner Aktien auseinander. Das macht das Umfeld am Aktienmarkt für Fondsmanager und Investoren nicht unbedingt einfacher – auf welche Faktoren achten die Börse also in einer Transformationsphase von der Growth-Ära hin zu einem Value-Aufleben?

 

1. Welche makroökonomischen Faktoren entscheidend sind

Auslöser für die zuletzt mitunter erratischen Bewegungen an den Kapitalmärkten waren  die langsam, aber stetig ansteigenden Renditen der US-Treasuries. Denn der Weg ist damit nicht weit zu einem bisher verlässlichen Mantra: bei höheren Zinsen profitieren klassischerweise Value-Titel. „Die deutliche Bewegung im amerikanischen Zinsmarkt führte dazu, dass es viele Gewinnmitnahmen bei Aktien gab“, bestätigt auch Martin Stürner, Vorstand bei der PEH Wertpapier AG und Fondsmanager des PEH EMPIRE, merkt aber gleichzeitig an: „Steigende Zinsen wären inzwischen nicht mehr unbedingt schlecht für Growth-Werte. Gerade im Tech-Bereich sind die Firmen nicht mehr fremdfinanziert, sondern eher regelrechte Cashmaschinen.“ Um Entwicklungen, wie die Aktienmärkte sie gerade durchleben, trotzdem frühzeitig zu erkennen, setzt Stürner auf eine tagesaktuelle Analyse von einem Score, der sich aus den Bereichen Makro, Mikro und Sentiment zusammensetzt.

Eine Prognose möchte Stürner deshalb nicht abgeben, vielmehr verlässt er sich auf die Signale seines quantitativen Modells. Ein entscheidender Faktor, der dabei neben den Zinsen wichtig werden dürfte, ist laut vielen Marktbeobachtern auch die ebenfalls seit Anfang des Jahres anspringende Inflation, die ebenfalls eher für Substanzwerte spricht. Und auch die makroökonomischen Entwicklungen spielen in diesem Wirkungsfeld eine Rolle – zwar erhöhte der IWF seine Prognose zum Wirtschaftswachstum, gleichzeitig kämpfen aber noch viele Länder mit der Corona-Pandemie und Lockdowns.

 

2. Was die Unternehmensdaten verraten

So heftig die Unternehmen auch noch im ersten Halbjahr 2020 getroffen wurden, die Erholung in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres ging schnell von Statten. Viele Unternehmen übertrafen ihre vorher noch gekürzten Prognosen, und gerade die Growth-Werte überzeugten mit stabilen Cashflows und Gewinnen. Unternehmen aus Value-Sektoren, die schon vor der Pandemie fundamental schlechter dastanden, konnten ihre Fundamentaldaten seitdem nicht signifikant verbessern – auf Mikro-Ebene gibt es deshalb wenig Bewegung. Solange sich das nicht ändert, scheint auch eine langfristige Rotation von Growth in Value unwahrscheinlich.

„Unser Mikro-Score zeigt bisher keine Veränderung an, weil die realen Fundamentaldaten der Value-Werte die letzte Marktbewegung nicht unterstützen können“, meint Stürner mit Blick auf die noch immer gute und mit den Zahlen aus dem vierten Quartal 2020 eher noch verbesserte Lage von Growth-Werten – etwa aus dem Tech-Bereich. Der Rücksetzer in der Bewertung könnte also wohlmöglich eher als Kaufchance taugen.

 

3. Warum auch das Sentiment entscheidend ist

„Während noch immer Lockdowns und hohe Fallzahlen  auf der Marktstimmung lasten, zeigt sich ein gewisser Risikoappetit unter Anlegern – angetrieben durch die Aussicht auf diverse Hilfspakete durch die Politik“, analysierte etwa Analyst Pierre Veyret vom Brokerhaus ActivTrades. Gleichzeitig bleiben aber auch Bedenken wegen der Corona-Pandemie, heiß gelaufener Märkte und der makroökonomischen Entwicklungen.

So zeigte sich etwa der renommierte Fear & Greed Index von CNN reichlich unentschlossen und schoss zwischen Gier und Angst hin und her. Allein seit Jahresbeginn wechselte er ein halbes Dutzend Mal die Seiten. Value oder Growth – so richtig will sich noch niemand festlegen. Sollte es aber so weit kommen, könnte das Auswirkungen haben. „Auch wir haben in unseren Scores gesehen, dass das Sentiment der Marktteilnehmer wichtiger wird und die Märkte berührt“, erklärt Stürner mit Blick auf seinen Sentiment-Score. Die aktuellen Verwerfungen machen ihm aber keine Sorgen: „Sollte sich wirklich ein Trendumschwung ergeben, werden wir das in unseren Scores erkennen und entsprechend reagieren.“

 

Quelle: CAPinside

Crashpropheten nach dem Corona-Crash: kein Aufgeben, aber keine Rendite

Crashpropheten nach dem Corona-Crash: kein Aufgeben, aber keine Rendite

PEH Wertpapier AG

Crashpropheten nach dem Corona-Crash: kein Aufgeben, aber keine Rendite

Die Corona-Pandemie hat ökonomisch enorme und historische Schäden angerichtet. Der ganz große Einbruch war das aber noch nicht – jedenfalls nicht, wenn den Crashpropheten Glauben geschenkt wird. Warum ihre Erzählweise bisweilen logisch ist – und ihre Fonds trotzdem nicht funktionieren können.

Eigentlich hätte das Jahr 2020 und die Corona-Pandemie genau das werden können, auf das die steigende Zahl der Crashpropheten schon seit Jahren hinpredigen. Schließlich erklärten etwa zwei Bestseller-Autoren noch in einem Interview Mitte 2019: „Bis spätestens 2023 kommt der Big Bang. Die Risiken sind jedoch hoch, dass es bereits innerhalb der nächsten zwei Jahre knallt. Uns erwartet der schlimmste Crash aller Zeiten.“

Und der – das ist klar – dürfte dann natürlich fatal für alle sein. Beispielsweise würden auch die Crashpropheten leiden, die ja bereits seit etlichen Jahren ihr Geld mit Büchern verdienen, die den „größten Crash aller Zeiten“ beschwören. Würde das alles eintreten, wäre ihr Werk getan. Wie durch ein Wunder löste dann aber selbst die historische Corona-Krise den laut Crashpropheten schon so lange überfälligen Mega-Einbruch noch nicht aus. „Das große Finale kommt erst noch”, prophezeite einer von ihnen deshalb schon im Sommer des vergangenen Jahres, als sich Finanzmärkte schon erholten und auch viele Unternehmen einigermaßen aufatmeten. Auch die Propheten dürften aufgrund ihrer verlängerten Daseinsberechtigung erleichtert gewesen sein.

Immerhin – die Crashpropheten sagen den Untergang in den von ihnen vertriebenen Büchern nicht nur vorher voraus, sondern vertreiben auch gleich eine Lösung für die von ihnen exklusiv aufgedeckten Probleme. Das Ziel dieser Strategien ist größtenteils die Vermeidung des Vermögensverlustes, den ihre Initiatoren seit Jahren vorhersagen. Zumindest der Vermögenserhalt ist dabei ja auch ein durchaus ehrenwertes Ziel, eine Vergrößerung des Vermögens umso mehr. Einen Haken hat die Sache aber doch, meint Fondsmanager Martin Stürner, Vorstand der PEH Wertpapier AG: „Vermögenserhalt und -vermehrung ist nicht nur in Zeiten des schlimmsten Crashes wichtig, sondern auch in den Phasen davor und danach.“

Angst als Ansprache

Dass die Crashpropheten trotzdem das Crash- und Angst-Muster bedienen, ist zwar wenig ruhmreich, dafür aber irgendwie schon logisch – weil sie damit die Urinstinkte der Menschen bedienen. „Bei drohenden finanziellen Verlusten lassen sich Veränderungen in der gleichen Hirnregion feststellen, in der wir auch auf allgemeine Gefahren reagieren“, erklärt der Psychologe Arnold Kitzmann in seinem Buch „Massenpsychologie und Börse“. Kitzmann ergänzt: „Unser Gehirn sucht ständig nach Mustern und Regelmäßigkeiten, es übersieht dabei aber sehr schnell, dass wir es gelegentlich mit überkomplexen oder zufälligen Situationen zu tun haben.“ Die würden in Ausnahmesituationen aber auftreten – und würden unter anderem dafür sorgen, dass Investoren lieber auf vermeintlich Sicheres setzen.


Fondsvergleich im Detail ansehen


Die Sicherheit versprechen Crashpropheten auch in ihren Fonds. Wie der CAPinside-Fondsvergleich zeigt, schafft das aber keiner der besagten Strategien langfristig. Besonders viele Probleme hatte der Dirk Müller Premium Aktien, der auf längere Sicht immer eine negative Performance ablieferte. Zwar verspricht der ehemalige Händler an der Deutschen Börse in dem von ihm beratenen Aktienfonds „mittel- bis langfristig überdurchschnittliches Kapitalwachstum durch Partizipation an den globalen Aktienmärkten“ – das Produkt blieb das aber bisher schuldig. Immerhin: Während die Aktienmärkte in der Corona-Krise abstürzten, blieb der Fonds stabil und steigerte sogar kurz seinen Wert. Das liegt an den Absicherungsmechanismen, die im Crash zwar griffen, langfristig durch ihre hohen Kosten aber jegliche Rendite fressen. Als die Aktienmärkte wieder nach oben liefen, stagnierte und verlor der Fonds wieder – und bescherte seinen Anlegern also im kleinen Moment des Crashes Sicherheit und im großen restlichen Zyklus Verluste. 

Schon allein die durchschnittliche Länge und Performance der Bullen- und Bärenmärkte zeigt, dass die Crashpropheten mit ihrer Strategie langfristig nicht erfolgreich sein können. So untersuchte Invesco die historische Performance des S&P 500 von 1957 bis zum Anfang des Corona-Jahres 2020. Durchschnittlich dauerte ein Bullenmarkt über 1700 Tage und brachte eine Performance von knapp 160 Prozent ein, während die Bärenmärkte rund ein Jahr alt werden und „nur“ Verluste von 33 Prozent einbringen. Ein Verpassen der Bullenmärkte ist damit schmerzhafter als Verluste in Bärenmärkten – laut der Analysten werden die Effekte der Marktvolatilität langfristig dadurch minimiert.

Crashvorsorge geht auch anders

Trotzdem soll auch der SOLIT Wertefonds, der vom Crash vorhersagenden Buchautoren Marc Friedrich beraten wird, in Krisenzeiten und beim Zusammenbruch der Finanzsysteme stabil bleiben. „Die Vergangenheit zeigt deutlich, dass sich in wirtschaftlich turbulenten Zeiten Sachwerte immer besser entwickelt haben als Papierwerte“, erklärt Friedrich auf der Website. Er legt also ebenfalls den Fokus auf den kurzen Moment des Crashs – und blendet die restliche Zeit aus. Damit rutschte der Fonds etwa in den Jahren 2017 und 2018 deutlich ab, während die Aktienmärkte gewannen. Und auch in der Coronakrise brach die Performance des Wertefonds deutlich ein, wenn auch gedämpft. Die verpassten Marktgewinne dürften Langfristinvestoren dennoch ärgern. Der einzige Fonds der Crash-Propheten, der es einigermaßen mit den Durchschnittsgewinnen der Aktienmärkte aufnehmen kann, ist noch der Max Otte Vermögensbildungsfonds.

„Der Markt besteht eben nicht nur aus Crashs, sie sind nur ein kleiner Teil des Zyklus‘“, erklärt Stürner, der zwar im eigenen Fonds PEH EMPIRE auch auf Vermögenserhalt setzt, dafür aber auch die Hochphasen der Märkte bespielen will. So würden Ängste bei Investoren oder kräftige Verluste in Krisen, wie sie etwa in den großen Indizes letztes Jahr auftraten, vermieden werden, gleichzeitig aber eine überdurchschnittliche Rendite in guten Marktphasen erreicht werden. „Wenn dann ein Crash kommt, haben wir trotzdem einen Sicherungsmechanismus, der den Vermögenserhalt stützt “, meint Stürner.

 

 

Quelle: CAPinside

Der Klassiker namens Mischfonds – können die Strategien in der heutigen Zeit noch mithalten?

Der Klassiker namens Mischfonds – können die Strategien in der heutigen Zeit noch mithalten?

PEH Wertpapier AG

Der Klassiker namens Mischfonds – können die Strategien in der heutigen Zeit noch mithalten?

Mischfonds galten in den 2010er Jahren als unangefochtener Verkaufsschlager, in den vergangenen Jahren nahm das Wachstumstempo aber etwas ab. Die Probleme werden größer und erfordern ein Umdenken bei Multi-Asset-Strategien. Was die Disruption und Algorithmen damit zu tun haben – und warum Flexibilität zum Trumpf wird.

Misch- und Multi-Asset-Fonds waren im letzten Jahrzehnt in Europa ein Verkaufsschlager. Die Zuflüsse nahmen nach der Finanzkrise stetig zu, wie auch Ali Masarwah, Chefredakteur für Deutschland bei Morningstar, mit Blick auf das vergangene Jahrzehnt analysierte: „Zählt man die Hedgefonds-ähnlichen Multistrategiefonds hinzu, die typischerweise verschiedene alternative Strategien auf sich vereinen und somit funktional ebenfalls als Mischfonds zu zählen sind, dann wird die Bedeutung von Mischfonds in Europa noch größer.“ Nur: Mischfonds bekommen inzwischen Probleme. Und die haben bereits Auswirkungen.

Masarwah stellte bei seiner Analyse eine leicht verlangsamte Nachfrage seit Mitte der 2010er Jahre fest – niedrigere Renditen nebst und wegen des allumfassenden Niedrigzins dürften der Grund sein. „Die sich abschwächende Nachfrage im vergangenen Jahr wirft die Frage auf, ob die Helden von gestern perspektivisch noch dieselbe Rolle für Anleger und Berater spielen werden wie in den vergangenen zehn Jahren“, analysierte Masarwah in der Retrospektive auf die 2010er-Jahre – und dürfte damit einen wunden Punkt ansprechen.

Disruption versus klassische Multi-Asset-Konstruktionen

Mischfonds müssen sich umorientieren. Durch die niedrigen Zinsniveaus fällt das Asset Anleihen zumindest für die Renditegenerierung weg. Höhere Aktienquoten sind deswegen in den letzten Jahren immer wieder zu beobachten. Auch jahrelang festgefahrene Paradigmen der Asset-Allokation wie das 60:40-Portfolio sind nicht mehr zeitgemäß, wie etwa die Bank of America, JP Morgan oder Schroders in unterschiedlichen Studien feststellten. Untersuchungen von PWC zeigen zudem, dass die Disruptionsgeschwindigkeit in der gesamten Finanzbranche exponentiell schnell steigt. „Die Finanzwelt dreht sich immer schneller. Und wenn sie sich schnell ändert, müssen Multi-Asset-Strategien Schritt halten“, sagt Martin Stürner, Vorstand der Wertpapier AG, der mit dem PEH EMPIRE ebenfalls eine Multi-Asset-Strategie verwaltet.

Das Problem: Viele Multi-Asset-Strategien sind nach einem klassischen Muster aufgebaut. Larry Cao, Senior Director of Industry Research beim CFA Institute, stellte mit Blick auf die Konstruktion von Multi-Asset-Strategien im Jahr 2015 noch klar: „Die erste Frage ist, welche Teile in das Puzzle gehören – mit anderen Worten, welche Anlageklassen sollten Sie einbeziehen?“ Das widerspricht aber eben der Erkenntnis, dass die Disruption in der Finanzbranche massiv an Fahrt aufnimmt und sich so etwa auch die Funktion, Verfügbarkeit und Chancen von Anlageklassen verändert – oder ganz neue Allokationsmöglichkeiten schafft. Das Festlegen von Anlageklassen oder Quoten dürfte damit überholt sein.

Einige Fondsmanager haben das erkannt. Martin Stürner hat wegen der geringen Anleiherenditen voll auf Aktien umgesattelt und begrenzt das Risiko mit Futures und Derivaten. Damit hat er sich zwar von einem klassischen Multi-Asset-Ansatz verabschiedet, seinem vermögensverwaltenden Ansatz wird er aber gerecht. Im Corona-Jahr erreichte der PEH EMPIRE eine überdurchschnittliche Rendite bei einem maximalen Drawdown von knapp unter 15 Prozent. Auch im CAPinside-Ranking belegt der PEH EMPIRE in seiner Peergroup für systematische und strategische Strategiefonds mit einer globalen Multi-Asset-Strategie einen Spitzenplatz, das Rendite-Risiko-Verhältnis überzeugt.

Flexibel aufgestellt

Stürner zeigt damit: Flexibilität zahlt sich aus. Und auf die setzt der Fondsmanager eben auch besonders, wie er gegenüber CAPinside erklärt: „Wir sind kein Technologiefonds, kein Themen- oder Branchenfonds. Wir sind ein Fonds, der die besten Rendite-Risiko-Profile sucht.“ Dafür behält sich Stürner eine flexible Aktienquote vor, auch die Titelauswahl ist flexibel. Der vermögensverwaltende Ansatz werde auf Grund der aktiven Quotensteuerung trotzdem nicht aus dem Blick verloren, berichtet der Fondsmanager.

Das Modell, auf dem Stürner seinen Multi-Asset-Ansatz aufbaut, hat tatsächlich nicht mehr viel mit 60:40-Quoten zu tun. Vielmehr wird der PEH EMPIRE auf Basis eines quantitativen Algorithmus‘ gebildet, das alle vorhandenen Mikro-, Makro- und Sentiment-Daten auswertet und so alle Entwicklungen des Marktes abdeckt. „Käme plötzlich wieder Value Investing auf oder wird sich in den Vordergrund drängen, werden das unsere Scorings erkennen und anzeigen. Und dann wird der EMPIRE auch in der Struktur anders aussehen“, erklärt Stürner und ergänzt: „Inzwischen sind im Übrigen manche Technologiewerte auch als Value-Werte zu betrachten. Sie haben sich aufgrund ihrer Marktpositionen zu extremen Cash-Maschinen entwickelt.“

Was Stürner mit seinem flexiblen Ansatz also schon einige Jahre betreibt, wird dem schnellen Tempo und dem Niedrigzins-Problem gerecht. Von den alten Normen hat sich Stürner verabschiedet – es bleibt die Frage, ob die Konkurrenz nachziehen kann oder an alten Strukturen festhält.

Quelle: CAPinside

Biden und das Delisting: Was China-Investoren jetzt wissen sollten

Biden und das Delisting: Was China-Investoren jetzt wissen sollten

PEH Wertpapier AG

Biden und das Delisting: Was China-Investoren jetzt wissen sollten

US-Präsident Joe Biden hat sich erstmals klar gegenüber China positioniert. Seine Worte sind Hinweis auf das weitere Vorgehen – das Delisting chinesischer Aktien hat Biden aber bisher nicht thematisiert. Wie der US-Präsident sich positioniert, was Experten denken und auf was Investoren achten sollten.

Joe Biden hat große Worte gewählt. „Amerika ist zurück, die Diplomatie ist zurück“, verkündete der neue US-Präsident jüngst mit Blick auf seine Ausrichtung der Außenpolitik. Für Investoren wichtig waren die Worte, die Biden zu China fand. Die asiatische Großmacht sei der ärgste Konkurrent, dem man aus einer „Position der Stärke“ entgegentreten solle – gleichzeitig zeigt er sich zu einer Kooperation mit Peking bereit. Rätselraten besteht jedoch weiterhin bezüglich des  potenziellen Delistings chinesischer Aktien.

Bidens Kurs gegenüber China wird deswegen von den Märkten und Experten genauestens beobachtet. Seitdem sein Vorgänger Donald Trump auf Konfrontationskurs ging, Strafzölle einführte und mit dem Delisting einzelner Aktien chinesischer Unternehmen drohte, gilt das Verhältnis zwischen Washington und Peking als angespannt und belastete schon mehrfach die Märkte oder die vom Delisting bedrohten Aktien.

Alle Augen auf die Aktien

Ex-Präsident Donald Trump hatte das potenzielle Delisting wegen möglicher Verstöße gegen US-Transparenz- und Rechnungslegungsvorgaben initiiert, gleichzeitig wurde ein Handelsverbot für gewisse Aktien eingeleitet, die wegen einer potenziellen (Spionage-)Gefahr auf einer „schwarzen Liste“ des US-Verteidigungsministeriums landeten. Dazu kommt die für die USA bedrohlich wachsende ökonomische Konkurrenzfähigkeit Chinas. „Die Covid-19-Pandemie und die einhergehenden wirtschaftlichen Auswirkungen begünstigen China in dieser Rivalität“, schreiben die Ökonomen des Centre for Economics and Business Research (CEBR) in ihrem Jahresbericht.

„Die ökonomische Macht von China sollte für Anleger weniger eine Rolle spielen“, meint Martin Stürner, Vorstand der PEH Wertpapier AG. Er plädiert eher für eine Einzelwertbetrachtung und hält von der Beachtung von Ländergrenzen nicht allzu viel – so stellt er auch seinen Fonds auf. „Attraktive Unternehmen aus China kommen für uns genauso in Betracht wie attraktive Unternehmen aus den USA“, sagt Stürner. Firmen wie Alibaba oder Tencent sind deswegen auch ungeachtet der Konflikte zwischen China und den USA Kandidaten für Stürners PEH EMPIRE – einzig das drohende Delisting zwingt Stürner zu einer Ausnahme, die auch durch Bidens Präsidentschaft bisher nicht ganz aufgelöst werden konnte.

Dass es Konflikte um die Transparenz chinesischer Unternehmen geben würde, erwarteten Experten nicht erst seit Trumps hartem Kurs.  “Ich war überrascht, dass die US-Regulierungsbehörden über die Jahre hinweg chinesische Firmen und Investitionen als gleichwertig mit Firmen aus der EU oder Brasilien behandelt haben”, sagte etwa der China-Experte und ehemalige Berater des Weißen Hauses, Harry Broadman, jüngst im US-Fernsehen. “Die Vorstellung, dass diese Firmen die internationalen Bilanzierungsregeln befolgen, ist ein bisschen wie ein Hirngespinst.”

Vorsicht ist geboten

Auch wenn Biden sich bisher nicht klar zum Delisting positioniert hat, verlängerte seine Regierung immerhin bereits eine Frist zur Regulierung von Investments in bestimmte chinesische Unternehmen. Dass darüber hinaus ein Delisting von Unternehmen wirklich in Kraft tritt, hält Broadman für unwahrscheinlich. „Man braucht keinen Doktortitel in Wirtschaftswissenschaften, um zu verstehen, dass wenn man weiterhin die regulatorische Behandlung durch Listings und Delistings von Unternehmen ändert, Unsicherheit folgen wird“, sagte Broadman. Außerdem hätten die amerikanischen Börsen ein Interesse daran, weiterhin konkurrenzfähig zu bleiben, was mit chinesischen Aktien deutlich einfacher wäre. Und da auch Biden die US-(Finanz-)Wirtschaft stützen will, dürfte er diesen Aspekt auch vor Augen haben.

Die deutschen Investoren jedenfalls dürften die weiteren Entwicklungen argwöhnisch betrachten. Das bestätigt auch Fondsmanager Stürner, der die Aktien bereits im letzten Jahr aus dem Portfolio warf, aber nur, weil sein quantitatives Modell Alarmsignale gab. „Wenn unser Algorithmus das Chance-Risiko-Profil der in den USA notierten chinesischen Aktien als positiv auslegt, nehmen wir sie natürlich wieder ins Portfolio auf. Unser vermögensverwaltender Ansatz reagiert durch Scores im Makro-, Mikro- und Sentiment-Bereich flexibel und prognosefrei auf entsprechende Entwicklungen“, erklärt Stürner. Diese Herangehensweise ergibt für Stürner vor dem Hintergrund der noch unklaren Positionierung Bidens am meisten Sinn.

Zwar verhilft Bidens Präsidentschaft dem Fondsmanager zu mehr Optimismus als noch unter Trump, Investoren rät Stürner aber ebenfalls ein prognose- und emotionsfreies Vorgehen. „Die Qualität der Unternehmen schätzt unser Algorithmus nach wie vor als hoch ein – daran ändert auch das Delisting-Risiko nichts. Mit dem Algorithmus umgehe ich aber meine durchaus emotionale Sichtweise auf das Thema und bewerte das Risiko richtig.“

Quelle: CAPinside

50% Nettomittelzuflüsse, bestandener Stresstest und ein unterschätzter US-Präsident | Martin Stürner im Exklusiv-Interview

50% Nettomittelzuflüsse, bestandener Stresstest und ein unterschätzter US-Präsident | Martin Stürner im Exklusiv-Interview

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50% Nettomittelzuflüsse, bestandener Stresstest und ein unterschätzter US-Präsident | Martin Stürner im Exklusiv-Interview

Die Vermögensverwaltungsstrategie PEH EMPIRE strebt eine Aktienmarktähnliche Rendite bei deutlich reduziertem Risiko an: Inwieweit dieses Ziel 2020 erreicht werden konnte, weshalb Technologie-Titel auch 2021 nicht enttäuschen dürften und warum nach der Abwahl von Donald Trump nun wieder faktenorientiertes Arbeiten in den Vordergrund rücken sollte, diskutierte e-fundresearch.com im Exklusiv-Interview mit Martin Stürner, CEO und leitender Fondsmanager der PEH Wertpapier AG

Quelle: e-fundresearch.com

Link zum Interview

Stürner Spontan #8: Weniger Mittelmaß und mehr vom Besten – was bringt 2021?

Stürner Spontan #8:

Weniger Mittelmaß und mehr vom Besten – was bringt 2021?

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Stürner Spontan #8: Weniger Mittelmaß und mehr vom Besten – was bringt 2021?

Das Jahr ist noch jung. Und doch beschäftigen CAPinside-CMO Markus Hujara schon eine Menge Dinge. Da sind zum einen die hochgesteckten Neujahrsvorsätze, gleichzeitig aber auch die Unruhen in den USA und zum anderen das Rumoren um chinesische (Tech-)Aktien. Genug, um Hujara zum Hörer greifen zu lassen, um einen altbekannten Gesprächspartner um Rat zu bitten: Martin Stürner, Vorstand bei der PEH Wertpapier AG und Fondsmanager des PEH EMPIRE. Gemeinsam sprechen Stürner und Hujara über die Dinge, die beide und auch die Märkte beschäftigen – in der ersten Folge Stürner Spontan im neuen Jahr 2021.

Quelle: CAPinside

 

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