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Zinswende & Inflation als Bedrohungsszenarien in 2022 für die Finanzmärkte?

Zinswende & Inflation als Bedrohungsszenarien in 2022 für die Finanzmärkte?

Zinswende & Inflation als Bedrohungsszenarien in 2022 für die Finanzmärkte?

PEH Wertpapier AG

Zinswende & Inflation als Bedrohungsszenarien in 2022 für die Finanzmärkte?

Die Börsenbilanz des Jahres 2021 fällt trotz einiger heftiger Kursrückgänge positiv aus. Doch welche Gefahren drohen den Anlegern im Jahr 2022? Wie reagieren Fondsmanager auf aktuelle Bedrohungsszenarien wie das Inflationsgespenst, eine Zinswende oder Überbewertungen?


Krisenherde im Jahr 2022

Einige der Krisen und Gefahren aus 2021 nehmen die Finanzmärkte mit ins neue Jahr: Weiterhin ist die Corona-Pandemie keineswegs unter Kontrolle. Omikron sorgt aktuell für stark steigende Inzidenzen– in vielen Staaten sind die Impfquoten niedrig. Lieferengpässe dauern weiter an und drücken bei der Konjunkturerholung auf die Bremse. Auch der Anstieg der Inflation wird zunehmend als Bedrohung empfunden und die Zinswende kommt immer näher. Gerade die Befürchtungen einer restriktiveren Geldpolitik der Notenbanken könnten den Weltbörsen in 2022 einen erheblichen Dämpfer verpassen. Hinzu kommen geopolitische Spannungen, vor allem der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine könnte zu einem Flächenbrand werden, von dem auch die Finanzmärkte nicht verschont blieben.

Es deutet sich an, dass das Jahr 2022 für die Fondsbranche und die Anleger deutlich holpriger wird als das Vorjahr. Daher ist es wichtig, auf alle Szenarien vorbereitet zu sein und schnell auf Entwicklungen reagieren zu können, wenn die ersten Vorzeichen erkennbar sind.

 

Wird die flexible Aktienquote zum Vorteil?

Mischfonds haben gegenüber Aktienfonds den Vorteil, dass sie die Aktienquote flexibel halten und schnell reagieren können. Bei sich anbahnenden Krisen reduzieren sie den Aktienanteil im Portfolio und versuchen, einen möglichst optimalen Zeitpunkt zum Wiedereinstieg bei niedrigeren Kursen zu finden. „Mischfonds haben ein gutes Chancen-Risiko-Verhältnis und erweisen sich bei Marktrücksetzern als wesentlich stabiler, etwa die großen internationalen Aktienindizes“, sagt Martin Stürner, Vorstand der PEH Wertpapier AG. „In Schwächephasen des Marktes kommt es häufig auf Schnelligkeit an. In Zeiten von wachsenden Inflationsraten, Zinswenden und potenziellen Gefahren an den Finanzmärkten müssen Entscheidungen schnell und rational zugleich getroffen werden.“ Für eine hohe Reaktionsgeschwindigkeit lässt sich Stürner von einer künstlichen Intelligenz unterstützen, die permanent Sentiment-Indikatoren analysiert und wichtige Hinweise zur Allokationsentscheidung gibt.

 

Szenario #1: Zinsen rauf & Liquidität runter

Zinssenkungen dienen aus Sicht der Notenbanken dazu, das Wirtschaftswachstum zu befördern. Umgekehrt wirken Zinserhöhungen in die entgegengesetzte Richtung. Die üppige Geldversorgung gibt den Aktien- und Anleihemärkten aktuell noch Rückenwind. Es hat nicht nur den Unternehmen, sondern auch den Aktienmärkten in den letzten Jahren sehr gutgetan, dass die Notenbanken den Geld- und Anleihemarkt stark beeinflussten und ein milliardenschweres Anleihekaufprogramm durchführten.

Nicht nur in den USA, sondern auch in Europa kündigt sich jedoch eine Zinswende allmählich am Horizont an. Zehnjährige Bundesanleihen stehen zum ersten Mal seit Anfang 2019 wieder im Plus. Es handelt sich jedoch weniger um eine echte Wende, sondern vielmehr um den Übergang zu einer Normalisierung des Zinsniveaus. “Back to normal”, wie Stürner es nennt. Steigende Zinsen könnten jedoch dafür sorgen, dass sich die Börsenparty der letzten Jahre ihrem Ende zuneigt. Wenn die ultralockere Geldpolitik der EZB endet, wird sich dies auf die Finanzierungsbedingungen vieler Unternehmen auswirken. Ob es auch zu einer echten Zinswende in Europa kommt, ist allerdings fraglich. Dagegen spricht, dass viele Euroländer hoch verschuldet sind und höhere Zinsen die angespannten Staatshaushalte zusätzlich belasten würden.

Steigen die Zinsen, werden für Unternehmen Kredite teurer, da sich die Refinanzierungskosten der Banken erhöhen. Zudem werden Banken ihre Kreditvergaberichtlinien verschärfen und höhere Eigenkapitalquoten erwarten. Bestehende Kredite könnten gekündigt werden, so dass es zu Liquiditätsproblemen kommt, was das Wachstum erschwert. Nicht alle Unternehmen werden jedoch von einer Zinswende gleich betroffen sein, sondern gerade denjenigen Firmen, die das gegenwärtig niedrige Zinsniveau gar nicht benötigen, eröffnen sich zusätzliche Chancen, da Wettbewerber aus dem Markt gedrängt werden.

Noch stützt die hohe Liquidität die Kredit- und Aktienmärkte. Bei einer Zinswende müssen nicht nur Unternehmen gegensteuern, sondern auch Fondsmanager und Vermögensverwalter. Mischfonds stehen hier die erforderlichen Werkzeuge zur Verfügung. Mit flexiblen Aktienquoten, einer Absicherung durch Derivate und einer intelligenten Datenverarbeitung kann die Investmentstrategie gezielt auf das aktuelle Marktgeschehen und potenzielle Krisen ausgerichtet werden.

 

Szenario #2: Steigende Inflation

Es zeichnet sich immer mehr ab, dass die Inflationsraten weltweit länger auf einem erhöhten Niveau bleiben, als dies von den Notenbanken zunächst angenommen wurde. Hinzu kommen die weiterhin stark anziehenden Immobilienpreise. Fallende Arbeitslosenzahlen sowie wachsender Konsum und Güternachfrage führen zu höheren Preisen. Bei einer ansteigenden Inflation können Unternehmen ihre Preise erhöhen und höhere Umsätze und Gewinne realisieren, wovon wiederum Aktionäre als Anteilseigner der Unternehmen profitieren. Wohingegen Anlagen in Geldwerten der Inflation schutzlos ausgeliefert sind.

Allerdings sollte es sich beim Erwerb von Aktien um Marktführer handeln, die über eine entsprechende Preissetzungsmacht verfügen, um höhere Kosten im Einkauf oder in der Produktion auch problemlos als Preiserhöhungen an die eigenen Kunden weitergeben zu können. Daher ist in Inflationszeiten eine Fundamentalanalyse für die Auswahl der Unternehmen besonders wichtig.

 

Schlägt die Stunde der Stockpicker?

Gerade viele US-Technologiewerte haben in den letzten Wochen massiv an Wert eingebüßt. Vor allem Unternehmen, die wenig oder keine Gewinne erwirtschaften, wurden abgestraft. Hingegen sind laut Martin Stürner Unternehmen mit bewährten Strategien und zuverlässigen Erträgen klar im Vorteil: “In diesem Jahr kommt es darauf an, was das Businessmodell abliefert. Unternehmen, die auf absehbare Zeit keine Earnings haben, trifft es besonders hart. Daher ist nun die Stunde der Stockpicker. Aktive Ansätze sind gefragt.“

Aktuell deutet Stürners-Künstliche Intelligenz noch nicht eindeutig erkennbar daraufhin, ob sich die Inflation substanziell durchsetzen wird und welches Niveau das „new normal“ werden könnte. Stürner: „Für Anfang 2022 sind noch Basiseffekte vorhanden, welche die Inflationsrate erhöhen. Wenn dieser Inflationsbuckel begradigt ist, könnten wir die Rückkehr in den Korridor von 1,5 bis 2 Prozent sehen.“ Hyperinflationäre Tendenzen erkennt der Fondsmanager aus heutiger Sicht nicht. 

Aktuelle Einschätzungen von Martin Stürner finden Sie im Podcast “Stürner Spontan”.

Quelle: Rainer Wagenhäuser, CAPinside.com, 25.01.2022

 

Stürner Spontan #11: Brutalität an den Märkten – ist das Schlimmste schon vorbei?

Stürner Spontan #11: Brutalität an den Märkten – ist das Schlimmste schon vorbei?

PEH Wertpapier AG

Stürner Spontan #11: Brutalität an den Märkten – ist das Schlimmste schon vorbei?

Nachgefragt – ist das Schlimmste schon vorbei?

Der furchtbare Krieg in der Ukraine erschüttert die ganze Welt und lässt vieles „Normale“ in den Hintergrund treten. Während sich die ganze Dimension einer humanitären Katastrophe leider immer deutlicher abzeichnet, sind aber auch die Verluste an den Aktienmärkten unübersehbar.

Wie ordnet PEH Vorstand Martin Stürner die jüngsten Entwicklungen aktuellen Auswirkungen auf die Finanzmärkte ein? Seine Position und Einschätzungen erläutert er in der aktuellen Folge unseres Podcasts STÜRNER SPONTAN # 11 „Brutalität an den Märkten – ist das Schlimmste schon vorbei?“ mit Finanzjournalistin Jessica Schwarzer.

 

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Stürner Spontan #10: Historischer Tag für Bundesanleihen – Börse back to normal?

Stürner Spontan #10: Historischer Tag für Bundesanleihen – Börse back to normal?

PEH Wertpapier AG

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Nachgefragt – was kommt 2022?

Die ersten Wochen im neuen Börsenjahr konnten bislang noch nicht an die Rallye 2021 anknüpfen. In der aktuellen Podcast-Folge
STÜRNER SPONTAN #10 „Historischer Tage der Bundesanleihen – Börse back to normal?“ spricht PEH Vorstand Martin Stürner spricht mit der bekannten Finanzjournalistin Jessica Schwarzer von CAPinside über die aktuellen Geschehnisse an den Finanzmärkten, den Einfluss der Inflation und welche Assetklassen in 2022 attraktiv werden könnten. Gemeinsam wagen beide einen ersten Blick in die Zukunft.

 

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Warum Prognosen beim Fondsmanagement keine Rolle spielen müssen

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PEH Wertpapier AG

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An den Börsen wird die Zukunft gehandelt – diese kann aber niemand voraussagen. Gleichwohl lässt sich mithilfe künstlicher Intelligenz das Portfolio optimieren.

 

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Strategie vs. Taktik: In welchen Marktphasen kann eine flexible Asset-Allokation den Markt schlagen?

Strategie vs. Taktik: In welchen Marktphasen kann eine flexible Asset-Allokation den Markt schlagen?

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PEH Wertpapier AG

Strategie vs. Taktik: In welchen Marktphasen kann eine flexible Asset-Allokation den Markt schlagen?

Der Omikron-Dip hat die Anfälligkeit der Aktienkurse in aufkommenden Krisen einmal mehr unter Beweis gestellt. Eine einzige Krisen-Meldung genügt manchmal, um die Börsen weltweit unter Druck und im schlimmsten Fall sogar zu einem Crash zu bringen. Sicher ist: Es wird nicht der letzte Rücksetzer sein, den die Märkte gesehen haben.

Für Anleger gilt daher weiterhin die Devise, aktiv durch Krisenzeiten zu navigieren. Das bedeutet, nicht stur optimistisch auf die maximale Performance zu blicken, sondern auch in unruhigen Marktphasen die passenden Strategien parat zu haben, um mögliche Drawdowns optimal zu begrenzen. Sowohl kurzfristige taktische Asset-Allokationsstrategien, kurz TAA genannt, sowie langfristige Strategiekonzepte sind erforderlich, damit das Depot- und Fondsvermögen bei schlechter Markt- und Nachrichtenlage nicht gleich massiv unter Beschuss gerät. „Jeder Anleger, der durch unruhiges Fahrwasser fährt, sollte so flexibel sein, kurzfristige Abweichungen von der eigentlichen Route vornehmen und größere Hindernisse umschiffen zu können“, meint Martin Stürner, Vorstand der PEH Wertpapier AG.

 

Taktische und strategische Asset-Allokation

Strategische und taktische Asset-Allokation stehen nicht im Gegensatz zueinander, sondern können sich je nach Marktlage ergänzen. Mit kurzfristigen taktischen Asset-Allokationsstrategien und langfristigen Strategiekonzepten kann es gelingen, Risiko und Volatilität relativ niedrig zu halten und dennoch auch Chancen wahrzunehmen, um eine angemessene Rendite zu erzielen.

Die langfristige, strategische Portfoliostrukturierung soll für eine möglichst hohe Rendite bei einer möglichst geringen Volatilität sorgen. Hierfür werden die Anlageklassen entsprechend ausbalanciert, um den jeweils optimalen Anlagenmix zu halten. Dieser strategische Asset-Mix kann in schwierigen Marktphasen kurzfristig durch eine taktische Asset-Allokation angepasst werden, um risikobehaftete Assets zu vermindern und Renten oder Cash zu erhöhen. Auch zusätzliche Absicherungsmechanismen, etwa über Futures und dem anschließenden Switch in die Put-Option, können kurzfristig zum Einsatz kommen.

In Bärenmärkten und bei Drawdowns, wie in der Corona-Krise 2020 oder den erheblichen Rücksetzern Ende 2018, können Börsenkurse und langfristige Anlageportfolios mit einer statischen Vermögensallokation erhebliche Verluste erleiden. Daher kann es sinnvoll sein, mit TAA-Strategien risikoreiche Anlagen zu reduzieren und in Anlageklassen umzuschichten, die bei steigender Volatilität eine bessere Performance erzielen.

 

TAA-Strategie: Risikoreiche Investments in volatilen Zeiten reduzieren

Taktische Asset-Allokationsstrategien erweisen sich somit als gute Möglichkeit, das Risiko zu minimieren und taktische Umschichtungen in einem Portfolio vorzunehmen, wenn die Volatilität an den Aktienmärkten stark zunimmt. Gerade Mischfonds haben hier gegenüber reinen Aktienfonds den großen Vorteil, dass sie mit einer flexiblen Aktienquote gezielt und schnell reagieren und den Markt schlagen können.

Aktive Fondsmanager haben bei zurückliegenden Crashes ihre Aktien-Investments schnell reduziert und zum richtigen Zeitpunkt bei niedrigeren Kursen wieder eingestiegen. Das gewählte Timing kann sich stark auf die Performance der Fonds auswirken. Erinnern wir uns dabei auch an Februar 2020, als der Dax innerhalb eines Monates um rund 40 Prozent fiel. Die Panik beim schnellsten Crash der Geschichte der Aktienmärkte war ebenso groß wie der Ausverkauf an den Börsen. Gerade in solchen Krisen ist Besonnenheit wichtig. Stürner ist davon überzeugt, dass emotionsgetriebene Fehlallokationen Performance kostet. Wer seine Assets zum falschen Zeitpunkt abstößt, gerät in Gefahr, Geld zu verlieren. Die zentrale Aufgabe für Fondsmanager und Vermögensverwalter ist es daher, den nahezu perfekten Zeitpunkt zum Aus- und Einstieg oder für Umschichtungen im Portfolio zu finden und zu nutzen.

 

Kurzfristiger Dip oder nachhaltige Trendumkehr?

Um den Unterschied zwischen kurzzeitigen Rückgängen und nachhaltigen Kurskorrekturen zu unterscheiden, haben Fondsmanager ihre eigenen Strategien und Erfolgsrezepte entwickelt. So auch PEH EMPIRE-Fondsmanager Martin Stürner. Er vertraut bei den Allokationsentscheidungen auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz: “Krisen sind auch immer Chancen. Dank unserer KI und den von uns etablierten Sentiment-Indikatoren sind wir in der Lage, sehr schnell zu reagieren. Im Corona-Crash etwa haben wir früh die Aktienquote auf unter 30 Prozent reduziert und in der einsetzenden Erholungsphase wieder eine Erhöhung der Aktienquote vorgenommen.“

Martin Stürner hält vergleichbare Drawdowns auch in Zukunft für wahrscheinlich und im Sinne eines gesunden Marktes ebenfalls für wünschenswert. Entscheidend sei es, in solchen Zeiten besonnen zu bleiben, die richtigen taktischen Entscheidungen zu treffen und ein möglichst gutes Timing für den Wiedereinstieg zu finden. „Mit der Strategie des PEH EMPIRE sind wir auch sehr gut in Krisenzeiten gewappnet, sodass sich der Mischfonds bei Marktrücksetzern deutlich stabiler als die großen internationalen Standardindizes verhalten hat.“ 

Bei der langfristigen Strategie sind differenzierte Absicherungssysteme durch Derivate wichtig, die frühzeitig greifen und so Verluste des Portfolios begrenzen. Dieses Zusammenspiel von reduziertem Risiko und marktkonformer Rendite ist strategisch sinnvoller als das bloße Schielen auf eine maximale Rendite. Fondsmanager und Vermögensverwalter sollten daher in Krisenzeiten auf die entscheidenden Werkzeuge wie flexible Aktienquoten, Absicherungen durch Derivate und eine intelligente Datenanalyse setzen, um die Investmentstrategie gezielt auf das jeweilige Marktgeschehen auszurichten und so das Portfolio optimal steuern zu können.

Quelle: Rainer Wagenhäuser, CAPinside.com, 25.01.2022