PEH Heute für Morgen
 
 

15.06.2010

PEH: Die Nachrichten vom Ende des Euro sind übertrieben

  • Tiefstand des Euro sollte nun erreicht sein
  • Der niedrige Euro-Kurs stärkt Wachstumschancen
  • Positives Umfeld für Aktienengagements in Euroland / Deutschland
  • Hohe Rückschlagsgefahr bei den Emerging Markets

Oberursel, 15. Juni 2010 – Es ist schon merkwürdig: Beim Start lag der Euro eine ganze Weile unter 1 Dollar. Als sein Kurs dann vor einigen Jahren auf 1,30 Dollar zusteuerte und schließlich gar über 1,50 Dollar lag, machten sich fast alle Kommentatoren massive Sorgen um unsere Exporte. Nun ist der Euro auf den Stand von 2006 zurückgefallen, und schon sehen Experten das Ende der Gemeinschaftswährung heraufdämmern.

Martin Stürner, der Vorstandsvorsitzende der PEH Wertpapier AG, findet diese Reaktionen übertrieben. Kein Zweifel, die europäische Politik agiert zu langsam, zu ungeschickt und viel zu wenig koordiniert. Ja, die Defizite (nicht nur) der südeuropäischen Staaten sind aus dem Ruder gelaufen. Und als sich die Regierungen gegen die Finanzkrise stemmten, haben sie extreme Neuverschuldungen in Kauf genommen. Doch Stürner hält nichts davon, die Zukunft für Euroland einfach schwarz zu malen, er bevorzugt den nüchternen Blick auf die Zahlen.

Sachliche Maßstäbe anlegen

Meldungen über Griechenlands Defizit waren der Auslöser für die aktuelle Euro-Krise. Die Staatsschulden des kleinen Landes betrugen 2009 rund 273 Mrd. Euro. Japan ist schon seit Jahrzehnten extrem verschuldet. Der neue Regierungschef zeigt sich besorgt, dass es zu einem „Griechenland-Effekt“ kommen könnte – man möchte nun die jährliche Kreditaufnahme auf umgerechnet 385 Mrd. Euro begrenzen. Die Schuldenlast in Athen beläuft sich 2009 auf 115% des Bruttoinlandsprodukts – die Verschuldung Japans dagegen hat nach Angaben des Internationalen Währungsfonds im vergangenen Jahr 218,6% des BIP erreicht. Nominal ist das die unvorstellbare Summe von 7,7 Billionen Euro. Die Überalterung der japanischen Gesellschaft ist zudem viel weiter fortgeschritten als in Europa – das macht es noch einmal schwerer, diese Last zu tilgen. Stürner ist überzeugt: „In der allgemeinen Panik haben viele den Blick für die Proportionen verloren!“ Das demonstriert auch ein weiterer Vergleich:

Ein anderes Sorgenkind in Europa ist Spanien. Die Bonität des Landes wurde gerade herabgestuft. Spanien ist mit knapp 560 Mrd. Euro in den Miesen, die Gesamtverschuldung 2009 liegt bei rund 53% des BIP. Deutschland muss übrigens bislang 1,76 Billionen Euro abstottern – rund 73% des BIP. Aber schauen wir in die USA: Die immer noch bedeutendste Volkswirtschaft dieses Planeten hatte schon lange vor Ausbruch der Finanzkrise gewaltige Schuldenberge aufgehäuft. Nach offiziellen Angaben sind es inzwischen rund 13 Billionen Dollar. Der IWF geht davon aus, dass das US-Defizit im Lauf des Jahres 92,6% des BIP erreicht. Und dabei sind die Lasten der halbstaatlichen Hypothekenfinanzierer noch nicht mit einkalkuliert.

Euro-Aktien attraktiv – Emerging Markets überbewertet

Die systematischen Prognosemodelle der PEH und ihr Risikomanagement haben sich gerade in der Krise sehr gut bewährt – so erwirtschaftet etwa der PEH Strategie Flexibel (WKN 988008) seine Renditen seither von einem deutlich höheren Niveau aus als der Großteil des Wettbewerbs. Stürner spricht für das Asset Management der PEH: „Unsere Prognosemodelle zeigen weiterhin ein positives Umfeld für antizyklische Aktieninvestitionen in Deutschland und in der Eurozone. Es gibt eine ganze Reihe attraktiver Unternehmen, die ein stabiles Wachstum, steigende Gewinne und eine hohe Dividendenrendite aufweisen. Auf diese Werte konzentrieren wir uns.“ Zudem fördert der niedrige Eurokurs die Exportchancen, selbst wenn er Rohstoffimporte verteuert.

Die Emerging Markets sieht Stürner dagegen skeptisch: „Die Aktien sind hier historisch teuer.“ Zudem weiten sich die Spreads bei den Bonds der Emerging Markets inzwischen wieder aus – ein negativer Frühindikator. Die PEH hat deshalb gezielt die Risiken reduziert: „Im Strategie Flexibel etwa haben wir den EM-Anteil auf Null heruntergefahren – wir rechnen mit einer Korrektur der aktuell hohen Kurse.“
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Quellen: Eurostat, Bundesfinanzministerium, spiegel.de, wiwo.de

Über PEH

Die PEH (ISIN DE0006201403) ist Asset-Manager für institutionelle Anleger sowie Vermögensverwalter und -berater für private Kunden. PEH ist unabhängig von allen Banken und Finanzinstituten und hat sich von Beginn an auf innovative und aktiv gemanagte Anlagestrategien spezialisiert. Neben dem Hauptsitz in Oberursel/Ts. ist das Unternehmen in Hamburg, München, Stuttgart, Rosenheim, Salzburg und Wien vertreten.
Der PEH-Konzern ist an weiteren Unternehmen beteiligt, die zusätzlich die Bereiche Fondsverwaltung, Produktentwicklungen und Finanzberatung für Frauen abdecken.

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