30.04.2009
PEH erreicht gutes Quartalsergebnis des Vorjahres
- Ergebnis nach Steuern: +2,4% gegenüber dem Vorjahresquartal
- Unvermindert gute Mittelzuflüsse institutioneller Investoren
- Geschäftsmodell bewährt sich auch unter harten Bedingungen
- Erforderliche Anpassungen rechtzeitig eingeleitet
- PEH fokussiert sich weiter auf hohe Profitabilität
- Trotz Krise zuversichtlich
Oberursel, 30. April 2009 – Banken und Finanzdienstleister befinden sich unverändert in einer sehr kritischen Phase. Insbesondere im Bankenbereich dürften sich die Schwierigkeiten weiter fortsetzen. Aber auch bei den Finanzdienstleistern wird die Krise einen Konsolidierungsprozess auslösen.
Die PEH Wertpapier AG ist weiterhin solide aufgestellt und hat gute Ertragskennziffern. Nachdem die PEH selbst im dramatischen Jahr 2008 – trotz einmaliger Abschreibungen auf die Unternehmensbereiche Absolute+Plus Ltd. und AFiMa GmbH – einen Gewinn erwirtschaftete, erzielte sie nun auch im 1. Quartal 2009 ein positives Ergebnis. Das Ergebnis nach Steuern konnte gegenüber dem Vorjahresquartal um 2,4 Prozent gesteigert werden. Die 2008 frühzeitig eingeleiteten Kosteneinsparungen haben im 1. Quartal 2009 zu einer Reduzierung der Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen um 13,6 Prozent geführt. Weitere Maßnahmen werden in allen PEH-Konzerngesellschaften laufend umgesetzt. Trotz einer guten Entwicklung im Bereich Institutionelle Kunden sind die Nettoprovisionseinnahmen im PEH-Konzern insgesamt um 18,5 Prozent zurückgegangen. Die Steuerquote hat sich im 1. Quartal 2009, bedingt durch die Konzernsteuerberechnung, wieder deutlich reduziert. Der Gewinn vor Steuern (nach Anteilen Dritter) beträgt 762 T€ und ist damit um 13,6 Prozent rückläufig. (Hinweis: Wegen der in 2008 vorgenommenen Abschreibungen sind die Zahlen des 1. Quartals 2008 aus Gründen der Vergleichbarkeit um die Ergebnisse der Absolute+Plus Ltd., der AFiMa GmbH und der Titan Consult GmbH bereinigt.) Der PEH-Vorstandsvorsitzende Martin Stürner sieht den Kurs des Unternehmens bestätigt: „Unsere Kennziffern sind sehr gut – ganz besonders im Vergleich zur Entwicklung des gesamten Finanzsektors. Wir haben einen hohen Eigenkapitalanteil, bei uns gibt es kein Leveraging und keine Fremdfinanzierung. Wir haben keine Schulden und sehr gute Bilanzrelationen.“
Konsequent und flexibel
Eine klare Strategie, die konsequent eingehalten wird, und hohe Flexibilität im Handeln: Für Stürner ist das kein Widerspruch, sondern die Voraussetzung dafür, dass die PEH sich auch in dieser extremen Krise gut behauptet. „Wir achten seit jeher darauf, dass Chancen und Risiken in einem vernünftigen Verhältnis stehen. Diese solide Anlagepolitik haben wir auch fortgeführt, als für immer undurchsichtigere Produkte Phantasierenditen versprochen wurden.“ Gleichzeitig hat sich die PEH noch nie auf das „eine“ richtige Konzept verlassen. Stürner: „Unsere systematisch und aktiv gemanagten Strategien sind lernfähig. Sie werden laufend überwacht, im Rahmen des PEH-Risikomanagements angepasst und weiterentwickelt.“ Die PEH-Fonds schlagen sich gerade in den letzten Jahren deutlich besser als der Markt. Das Asset-Management erweist sich deshalb heute als solide Basis: Speziell die institutionellen Anleger beweisen ihr Vertrauen mit stetig steigenden Mittelzuflüssen.
Die gleichen Prinzipien werden auch im Unternehmen selbst umgesetzt. Als Anfang 2008 die ersten Anzeichen der Krise bemerkbar waren, leitete die PEH unverzüglich Anpassungsprozesse ein. Stürner macht klar: „Alle Unternehmensteile wurden schon immer laufend auf ihre Profitabilität überprüft. Wir haben frühzeitig erkannt, dass Handlungsbedarf besteht und rasch gehandelt.“ So wurden unter anderem die Verwaltungskosten kräftig heruntergefahren. Diese Entscheidungen werden sich auch im weiteren Jahresverlauf positiv bemerkbar machen.
Bei Privatkunden erlebt die gesamte Finanzdienstleistungsbranche eine starke Zurückhaltung bei Investitionsentscheidungen. Die PEH hat deshalb nicht nur bei den Kosten angesetzt, sondern sich vor allem daran gemacht, ihre Strukturen zu verbessern: Wie bereits angekündigt, soll der Bereich private Kunden in die PEH Vermögensmanagement GmbH ausgegliedert werden. Auf der Hauptversammlung am 12. Juni wird dafür die Zustimmung der Aktionäre eingeholt. Operativ sind bereits alle notwendigen Voraussetzungen geschaffen.br> Durch die Krise wird der zwingend notwendige Konsolidierungsprozess auch in der Finanzdienstleistungsbranche schneller stattfinden. In diesem Zusammenhang werden sich der PEH sicher Möglichkeiten für Zukäufe eröffnen, die sich durch die Ausgliederung des Privatkundenbereichs künftig einfacher verwirklichen lassen. Martin Stürner: „Bei den privaten Kunden gibt es ein intensives Interesse an Beratung. Zurzeit geht es darum, bisherige Kunden optimal zu betreuen und neue zu gewinnen. Mit der Umstrukturierung ist der PEH-Konzern nun optimal positioniert, um die Chancen in diesem Bereich zu nutzen. Wir haben das notwendige Kapital und die strategische Unabhängigkeit, bei sich bietenden Gelegenheiten entsprechend zu handeln.“
Eine entscheidende Rolle spielt in diesem Zusammenhang das eigene Asset-Management. Stürner betont: „Wie wichtig es ist, volle Kontrolle über die Investitionen zu haben, hat die aktuelle Krise unwiderlegbar demonstriert. Wer nur fremde Produkte anbieten kann, ist nicht in der Lage, die Kunden risikobewusst zu beraten. Schließlich kann er sie nicht präzise und zeitnah darüber aufklären, was darin enthalten ist. Und er kann die Risiken nicht selbst steuern. Beides aber ist unverzichtbar. Das wissen wir alle spätestens nach den Erfahrungen des letzten Jahres.“ Die PEH setzt deshalb auch im Bereich der privaten Kunden auf die PEH-eigenen Strategien. Die Erfolge bei den institutionellen Anlegern möchte Stürner künftig auch auf den Bereich der privaten Kunden übertragen.
Die Zusammenführung des Privatkundengeschäfts in einem eigenen Unternehmensteil sorgt zusätzlich für mehr Transparenz: Sobald dieser Schritt vollzogen ist, wird die PEH mit der Segmentberichterstattung beginnen. Die Ergebnisse des ersten Halbjahrs werden dann nach den drei Bereichen Private Kunden, Institutionelle Kunden / Asset Management sowie Beteiligungen aufgeschlüsselt.
Frühzeitiges Handeln trägt Früchte
Der insgesamt erfolgreiche Verlauf im ersten Quartal war geprägt von einem starken Geschäft im institutionellen Bereich. Die Einnahmen konnten im Vergleich zum Vorjahresquartal beträchtlich gesteigert werden, was besonders der PEH Wertpapier AG zusätzlichen Schub verlieh. Diese Entwicklung ist auf die deutliche Zunahme des betreuten Volumens zurückzuführen. Der Bereich Private Kunden zeigte rückläufige Kennziffern. Hier wurden bei der PEH Wertpapier AG, PEH Österreich AG sowie Svea Kuschel + Kolleginnen GmbH frühzeitig Anpassungen begonnen, die konsequent fortgeführt werden. Diese Maßnahmen zeigen bereits positive Wirkungen. Svea Kuschel + Kolleginnen und Axxion S.A. haben zwar die Rekordergebnisse des Vorjahres nicht erreicht, die Ergebnisse sind jedoch positiv. Die Axxion S.A. ist unverändert sehr erfolgreich und zweitstärkste Kraft im PEH-Konzern. Die Oaklet GmbH weist im 1. Quartal 2009 einen leichten nominalen Verlust aus.
Der Aufsichtrat hat die Verträge der beiden Vorstände Martin Stürner und Stefan Mayerhofer verlängert. Der AR-Vorsitzende Rudolf Locker begründet diese Entscheidung: „Ein wichtiger Wettbewerbsvorteil der PEH ist die Stabilität und Kontinuität in der Führung. Wir haben Vertrauen, dass der Vorstand den Konzern auch weiterhin erfolgreich durch die Krise steuern wird.“
Stürner ist überzeugt, dass es keinen Anlass gibt, sich entspannt zurückzulehnen: „Die Welt hat sich dramatisch geändert – darauf muss sich jeder einstellen. Tragfähige Prognosen, was noch auf uns zukommen wird, kann heute keiner abgeben. Eines ist aber klar. Das Klima bleibt rau. Wir werden uns noch lange und intensiv mit den Folgen der Finanzkrise auseinandersetzen müssen.“ Die PEH ist auf diese Herausforderungen allerdings besser vorbereitet als die meisten Marktteilnehmer: „Die positiven Ergebnisse des 1. Quartals zeigen uns, dass wir auf einem sehr guten Weg sind.“ Die PEH bleibt weiter auf hohe Profitabilität ausgerichtet. Stürner ist trotz Krise zuversichtlich: „Wo es notwendig ist, werden wir weiterhin konsequent und schnell alle erforderlichen Schritte zur Kostendämpfung und Effizienzsteigerung umsetzen. Aus Verantwortung für unsere Kunden, Aktionäre und natürlich für unsere Mitarbeiter müssen wir wachsam bleiben – und beweglich!“
Die Hauptversammlung der PEH findet am 12. Juni 2009 in Oberursel statt.
(8576 Zeichen)
Über PEH
Die PEH Wertpapier AG ist Vermögensverwalter und -berater für private Kunden sowie Asset-Manager für institutionelle Anleger. PEH ist unabhängig von allen Banken und Finanzinstituten und hat sich von Beginn an auf innovative und aktiv gemanagte Anlagestrategien spezialisiert. Neben dem Hauptsitz in Oberursel/Ts. ist das Unternehmen in Berlin, Hamburg, München, Stuttgart, Reutlingen, Rosenheim, Salzburg und Wien vertreten.
Der PEH-Konzern ist an weiteren Unternehmen beteiligt, die zusätzlich die Bereiche Fondsverwaltung, Produktentwicklungen und Finanzberatung für Frauen abdecken. Er beschäftigt zurzeit 105 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (davon 62 Beraterinnen und Berater) und befindet sich weiter auf Wachstumskurs
Weitere Informationen:
PEH Wertpapier AG Pressekontakt: Gabriele Lange Nymphenburger Strasse 3 c 80335 München Tel.: +49 - 89 - 54 54 38 - 24 Fax: +49 - 89 - 54 54 38 - 10 E-Mail: Gabriele.Lange@peh.de www.peh.de
|